oslo – the first week

Juli 3, 2011

first of all: thanks to everybody who is involved and anxious during this summer school that it can take place here in oslo. its a great opportunity to be here .

i have to say i really enjoyed this first week here in the north. eventhough i never thought the schedule would be that thight ;) quite a lot of knowledge you prepared for us. and in addition to that a lot of activites.

the courses are very interesting and easy to follow. it is a pleasure to be part of such an international group, discussing and eleborating topics which are concerning everybody – as part of being a world citizen. and everybody is trying to represent his or her country with the different points of view. and i guess that is what globalisation is about. due to the fact that we are in norway the topics are mostly seen through “european eyes”. i guess asians, africans, americans or australians would see things differently. its a pitty not everybody can involve his or her way of thinking because there is mostly not enough time but i can see/feel it is kind of boiling under the surface – people are discussing different topics after the lesson. i guess that is also part of the program – to get the ball rolling.

what i am not so happy about are the breaks and the long days – as a result of these breaks. one is following a lecture about a topic for 45 minutes, after that 15 minutes break and so on. you are within a topic and suddenly there is this cut. that makes it tiring and the day long. i guess an hour of listening and then ten minutes break would be bearable.

but all in all: thanks again for being here. i guess we ll all benefit from that. it s been a very interesting week and i am looking forward to the next one :)

My second day at OUCs summerschool

Juni 28, 2011

time to spend the afternoon outside

bangkok – the end

Juli 14, 2010

waehrend ich diese zeilen schreibe, sitze ich im 37. stockwerk des sofitels in bangkok, vor mir ein glas chardonnay und die beleuchtete skyline der metropole. die letzte nacht in asien ist angebrochen (die morgige am flughafen zaehlt nicht mehr wirklich). zeit, die letzten viereinhalb monate revue passieren zu lassen.

bevor ich aber in dieses nobelhotel kam, habe ich lange und tief in meinem rucksack gesucht, bis ich etwas halbwegs passendes, dem ambiente entsprechend, gefunden hatte.

Das die schuhe ein loch haben, ist hoffentlich niemandem aufgefallen :) und das ich mit dem moped vorgefahren bin, weiss hier oben auch niemand. Der portier hat jedoch ein wenig komisch geschaut :)

vor ein paar stunden habe ich mit einem netten inder/australier noch insekten hinuntergewuergt, jetzt serviert man mir fingerfood und cocktailnuesse – hat stil, gefaellt mir :)

tja, mehr als vier monate asien liegen nun hinter mir. Alle, die meine eintraege ein wenig verfolgt haben wissen, dass es nicht immer einfach war. Trotzdem moechte ich diese zeit nicht missen. Es war auf jeden fall die intensivste (und das in jeder hinsicht) reise von allen. Eine zeit, in der ich viel ueber mich und andere gelernt habe. Und obwohl es viele nicht glauben wuerden, auch ich hatte schwierigkeiten, diesen schritt zu machen. Oft habe ich mich gefragt, warum ich mir das ueberhaupt antue. Aber im nachhinein war es die muehe wert und ich kann nur jedem empfehlen reisen zu gehen um die welt zu entdecken – auf die ganz eigene art und weise.

Bangkok selber hat mich mit all seinen bunten maerkten, den kanaelen im alten teil und dem leben auf der strasse beeindruckt. Sehr viel habe ich nicht mehr gemacht. Ein wenig shopping, fortgehen, sightseeing, eine radtour (absolut empfehlenswert! http://www.covankessel.com/), ar nochmal bei einem boxkampf, war am floating market und in einem fishspa. Funktioniert folgendermassen: man steckt die fuesse/hande oder mehr in ein aquarium und laesst sich die abgestorbene haut wegbeissen. Nach vier monaten flip flops war das eine gute investition. Die fische brauchen jetzt auf alle faelle fuer mindestens eine woche nichts mehr :)

also gut, das wars dann wohl. Danke an alle, die meine reise verfolgt haben, die an mich gedacht haben und mich unterstuetzt haben.

Time to go! Freu mich jetzt wirklich schon auf zu hause und einen neuen abschnitt.

Letzte gruesse aus thailand und bis bald!

lisi

the islands

Juli 11, 2010

drei wochen von insel zu insel – haette ruhig laenger sein koennen :) ein paar tage gar nichts tun waren bestimmt nicht so schlecht gewesen. daniel hat dafuer gesorgt, dass das ganze eher zur sportwoche wurde. ueber stock und stein gings von einem strand zum naechsten.

Schnorcheln bis zur vergasung :) ausserdem noch tauchen, wandern, kraxln, ein wenig free diving aber hauptsaechlich schnorcheln. Und gesehen haben wir jede menge. Nemo und seine freunde, riffhaie, schildkroeten, quallen, rochen,… bis wir uns aber getroffen hatten, musste ich einiges ueberstehen. Unseren treffpunkt haben wir naemlich ein wenig ungeschickt gewaehlt. Laut internet haette es jede menge unterkuenfte geben muessen aber als ich dann um 23:00 im kaff xy ankam, war da nichts. Der zug hatte extreme verspaetung, die zugfahrt war die schlimmste ueberhaupt, von hunden wurde ich dann durch die strassen getrieben, bis ich endlich jemanden gefunden hatte, der mir auskunft geben konnte war ich beinahe am verzweifeln. Kein hotel in der stadt, das naechste drei kilometer ausserhalb. Super. Ein “netter” herr haette mir eine fahrt am moped angeboten aber nein, lieber doch nicht. Fremde stadt, alleine, keinen plan, 23:00, schwarze luft – alles in allem keine gute kombination. Letzte moeglichkeit: mit dem zug weiterfahren. Einer der typen hat mir gesagt, dass der letzte zug bald fahren wuerde. Wie bald, bemerkte ich, als ich noch weit weg war vom bahnhof und der zug schon einrollte. Also laufen mit all meinem zeug. Fuers ticket blieb keine zeit mehr, einfach rein in den zug, die strafe musste ich wohl riskieren. Der schaffner hat mich dann in die 1. klasse verfrachtet, ich frage ihn noch, was mich der spass kosten wuerde, er grinste mich nur an und meinte: “never mind”, brachte mir sogar noch ein glas wasser und verschwand. Muss wohl ziemlich fertig ausgesehen haben :) fuer die strapazen hat mich dafuer mein besuch entschaedigt (siehe unten). Danke verena, miz, laurent und daniel :)

am naechsten tag gings dann auf die inseln. Habe endlich meinen tauchschein fertig gemacht. Und das beste ueberhaupt: der tauchlehrer kam aus der passauer gegend. War lustig mit ihm. Ihm hats natuerlich auch gefallen, dass er wieder einmal gscheit reden konnte :)

daniel war auch meistens mit am boot. Mit betonung auf meistens :) mittlerweile finde ich die ganze geschichte ja schon wieder witzig aber damals war mir gar nicht zum lachen. Wir haben naemlich den herren beim wechsel von zwei tauchplaetzen vergessen. Bis wir das aber bemerkt hatten, vergingen ca. 3 stunden. Der gute hat es sich in der zwischenzeit in einem luxusresort gemuetlich gemacht. ;)

den schoensten tauchgang haben wir aber in malaysien gemacht. Ja, da waren wir auch noch 10 tage. Das wetter hat uns in thailand einen strich durch die rechnung gemacht. Auf jeden fall haben wir bei diesem tauchgang auf 18 m dinge gesehen, unbeschreiblich. Es war wie ein riesiger, bunter garten. Extrem viele fisch, tolle sicht – eine ganz andere welt.

Zu den highlights der letzten drei wochen gehoeren auf jeden fall dieser tauchgang, eine nacht vorne an deck einer faehre: klare nacht, mond, wellen, die steren und der offene ozean – freiheit pur! (jetzt weiss ich auch, wie sich jack und rose damals auf der titanic fuehlten :) ), sowie das schnorcheln um mitternacht, wo ich zum ersten mal das fluoreszierende plankton unter wasser sah. Wahnsinn. Die sterne ueber und unter dem wasser :) ich glaube daniel lacht jetzt noch, weil ich gelacht und gjuchitzt hab wie eine fuenfjaehrige :D

was hat sich sonst noch getan? Hab zufaellig ein paar leute wieder getroffen, die ich in laos kennen gelernt hatte, ein thaiboxlehrer wollte mich fuer eine woche unter seine fittiche nehmen, ging sich aber aus zeitgruenden nicht aus. Mit meinen muehlviertler gstecknwadln konnte ich ihn aber dennoch beeindrucken ;) , die uebernachtung am strand war auch ein erlebnis sowie der untergang von daniel, den eine ganze bar fuer ihn finanziert hatte :D ;) haha :D :D

momentan befinde ich mich am weg nach bangkok und werd mir die stadt noch fuer ein paar tage ansehen bevors am 15. in aller frueh wieder nach hause geht. Unglaublich aber wahr. Freu mich schon :)

Ganz liebe gruesse aus thailands hauptstadt

lisi

Teaching English

Juni 28, 2010

Mein drittes, und somit letztes workcamp, habe ich gerade hinter mich gebracht. Die zwei wochen englisch unterrichten waren wieder einmal sehr lehrreich und intensiv. Das hinkommen muss ich aber noch speziell erwähnen. Der zug hatte nämlich verspätung, sodass ich meinen anschluss zum nachtzug versäumt hätte. Also handeln, umdisponieren und hoffen, dass sich das auch mit dem bus ausgeht. Knapp aber doch kam ich an, war aber noch nicht am bahnhof. Nächstes transportmittel: motortaxi. Der mopedfahrer hat wohl gemerkt, dass ich es eilig hatte. Er hat mich und meinen grossen rucksack aufgeladen, fuhr mit mir quer duch einen tempel und direkt hinein in die bahnhofshalle. Ein filmreifer auftritt :)

Das workcampteam war bunt gemischt. Eine slovakin, ein amerikaner, ein ire, zwei campleiter (deutschland und thailand) sowie zwei einheimische freiwillige waren diesmal dabei. Gewohnt bzw. gehaust haben wir im gemeinschaftsraum der schule am boden. Wenn all die insekten (mittlerweile hat die regenzeit angefangen) nicht gewesen wären (unter anderem in den haaren und im gesicht), wäre es gar nicht so schlimm gewesen.

Die sanitären anlagen waren auch wieder einmal ein kapitel für sich (das foto unten entstand nach dem putzen!). nachdem es eine schule war, gab es weder licht noch duschen. Im kerzenschein und mit plastikschüsseln haben wir das also erledigt. Aber man gewöhnt sich an alles. Einmal jedoch waren wir bzw. die anderen am verzweifeln, als wir weder strom noch wasser hatten sowie zwei patienten. Die stimmung hatte den maximalen tiefpunkt erreicht und ich weiss, dass so manche(r) überlegt hatte, das camp vorzeitig zu verlassen. Was mir an diesem camp nicht gefallen hatte, war die oft negative stimmung und antriebslosigkeit. Keine ahnung, woran das lag. Am ende waren alle froh, wieder ihren weg gehen zu können. Ich hätte ein paar mal versucht, die leute zu motivieren, etwas nachhaltiges zu machen aber leider hatte niemand lust dazu. Zeit hätten wir genug gehabt. Schade. Den schülern hat natürlich die abwechslung gefallen aber ich glaube, dass wir in zwei, drei wochen wieder vergessen sind.

Das unterrichten selber hat mir grossen spass gemacht. Die kinder wollten wirklich etwas lernen. Das englisch der lehrer dort ist mehr als schlecht. Denen fällt es schon schwer, einen eigenen, grammatikalisch richtigen satz zu bilden. Kein wunder, dass die kinder nie richtig englisch lernen. Und leider haben sie auch nicht die chance dazu. Schade, weil zum grossteil echt vife kinder dabei waren. Aber ich hoffe, dass wir das interesse geweckt haben.

Die kinder hier tragen vier!! verschiedene schuluniformen. Eine normale, eine zum beten (immer dienstags), eine für den sport und eine scoutsuniform (ähnlich wie die pfadfinder). Täglich muss die ganze schule antreten zum fahne hissen, hymne singen, beten, etc. zufällig war während unseres aufenthaltes der „teacher day“. Der findet einmal im jahr an einem Donnerstag statt. Da ist der gott des wissens im dienst :) alle kinder bringen kerzen, blumen und räucherstäbchen, die lehrer sitzen im halbkreis auf der bühne, die kinder müssen auf knien!!! zum lehrer kriechen (weil ihre köpfe nicht höher sein dürfen), müssen ihnen die füsse küssen und bekommen dafür eine art segen und ein band um den arm geknüpft. Glauben konnte ich nicht recht, was ich da sah. Voller staunen habe ich diese zeremonie beobachtet und ständig den kopf geschüttelt. Wahnsinn.

Für unsere sicherheit war die lokale polizei zuständig. Die hatten auch ihren spass mit uns. Sie fuhren oft vorbei und sorgten dafür, dass uns nichts passieren würde. Einmal kamen sie auch zum essen vorbei. War ein netter abend mit der truppe.

Ein highlight während der zwei wochen war auch der „homestay“ bei einer schülerin. Nach der schule gingen wir mit ihnen nach hause. Jeder hatte sozusagen seine eigene familie. War interessant, wie die da im süden leben. Das ganze umfeld sowie die umgebung waren ganz anders als im norden. Kaum aus der schule draussen steht man zwischen kokospalmen, bananen- und kautschukbäumen – sehr tropisch also. Bei der familie gabs dann eine elends lange fotosession. Ich kam mir vor wie bei einer firmung. Fotos mit allem und jedem. Vom baby bis zum opa, alles dabei. Und wenn einem dann beim essen noch das halbe dorf zusieht, man nur mehr „falang“ hört, muss man sich das lachen schon verhalten. :) vorm bett gehen gabs noch eine runde zahnseide für alle sowie eine vorführung im kontaktlinsen herausnehmen und einsetzen. :D während ich diese zeilen schreibe muss ich noch immer lachen.

Tja, und dann waren diese zwei wochen auch schon wieder um. Und nachdem ich die kleinen echt gern hatte, fiel mir der abschied besonders schwer. Der direktor und die lehrerschaft haben noch einen ziemlichen aufwand betrieben am letzten tag. Gemeinsames mittagessen, geschenke, reden, verabschiedung der schüler, etc.

Das wochenende haben wir mehr oder weniger als gruppe verbracht. Das wm-fieber ist natürlich auch hier voll präsent. Samstag und Sonntag war ich aber mit der slovakin am meer – ENDLICH! :)

Für mich geht aber die urlaubszeit jetzt erst richtig los. Nachdem ich seit meiner abreise keinen österreicher mehr gesehen hatte, habe ich selber für nachschub gesorgt und einen einfliegen lassen :) ein freund kommt jetzt, mit dem ich drei wochen die inseln unsicher machen werde. Freu mich schon darauf.

Ganz liebe grüsse aus thailands süden!

Eure lisi

the ordinary tourist

Juni 6, 2010

zwei wochen reisen und touristin sein. erst nach den workcamps merke ich, dass das nicht (mehr) das meine ist. in letzter zeit habe ich von ein paar zu hause gebliebenen gehoert, dass sie sich diese art zu reisen bzw. die arbeit hier gar nicht vorstellen koennen, weil es hart und anstrengend sei. ja, stimmt. aber ich denke, dass ich es gar nicht anders haben moechte. einfach nur herumzureisen ist mir zu fad und reicht mir nicht wirklich. manchmal denke ich mir, dass ich noch softiemaessig unterwegs bin, wenn ich geschichten von anderen reisenden hoere. einer ist schon ewig mit dem fahrrad unterwegs, zieht 60 kg gepaeck mit sich herum, hat keinen spass daran, will aber durch china bis nach deutschland radeln, ein anderer reist schon seit 1,5 jahren, wieder ein anderer streift fuer ein paar tage im dschungel herum, einfach so, fuer den kick, ein paerchen habe ich kennen gelernt, das mit dem defender von sydney nach muenchen faehrt, ein italiener reist schon acht monate ohne flieger und will weiter nach australien,… da ist meine reise ein klacks dagegen.

aber das herumzigeunern fuer so lange zeit werde ich wohl nicht mehr machen. hoechstens fuer einen monat :) was ich mir aber vorstellen kann, ist im ausland zu leben, studieren, arbeiten, etc. jaja, ich weiss schon, wer jetzt vorm PC sitzt und grinst :)

Was hat sich so getan in den letzten zwei wochen? Gleich nach dem workcamp bin ich nach burma gefahren. Nachsehen, was sich dort so tut. Nebenbei habe ich mein visum erneuert. Den nachmittag habe ich mit einem verrueckten verbracht. Wir haben tee getrunken – sehr unterhaltsam. Er hat mir von seinen geheimen kontakten mit amerika und hillary Clinton erzaehlt. Sie wollte ihn mit xmillionen dollar bestechen weil er informationen hatte, von denen niemand wissen durfte. Uhuhuuuu… er konnte englisch, mir war fad, wieso nicht? :)

In chiang mai habe ich dann eine tagestour gebucht (elefanten reiten, flossfahrt, bergvoelker besuchen, orchideenfarm, etc.) was man eben so macht. Dem, der mir die tour verkauft hatte, duerfte wohl auch fad gewesen sein, weil ich mit ihm um den preis knobeln musste. Und ich habe gewonnen :) hehe..

Uebernachtet habe ich, zum ersten mal in Thailand, in einem gemischten dorm. So etwas wie in “jener nacht” habe ich aber noch nie erlebt. Es duerfte so gegen 3:00 uhr gewesen sein. Ich habe geschlafen und mich ploetzlich (keine ahnung warum) umgedreht. Auf einmal sah ich in zwei augen, dicht an meinem bett stand ein mann in einem t-shirt (nur!!) und sah mich an. Ich wusste nicht wie mir geschah als er sagte: do you want beer? HAAA? Er war besoffen. Ich hab ihm nur gesagt er soll sich verdruecken, drehte mich um und wollte weiterschlafen (mein schlaf ist mir heilig!) als er auf einmal wieder da stand. WTF! Jetzt hab ich ihn angeschrien er soll weggehen. Auf einmal ging die tuer auf und drei leute spazierten herein. Hallelujah, war das ein schlechter film? Nein, ein maedl aus dem dorm hat den besitzer geholt weil dieser typ nackt in ihr bett steigen wollte. Brrr… pfuigack :)

Und sonst? Hab wieder einen kochkurs gemacht, war beim thaiboxen mit einem kolumbianer, radeln und sightseeing mit einem belgier, hab frosch probiert – lecker :) , war in der “affenstadt” mit einer deutschen (affen ueberall! Auf den strassen, in den geschaeften, den tempeln,…), mit einem britisch-koreaner moped fahren und in einem nationalpark bei extrem schoenen wasserfaellen, wandern und geschichtlich weiterbilden mit einem iraner,… zu 99 % treffe ich, gott sei dank, nette und interessante leute.

Ahja, habe ich neulich noch ueber diese vielen sugardaddies geschimpft? Ich finde es noch immer grauenhaft und schlimm, dass sich diese alten herren da nichts dabei denken?!?!? Anyway, ich waere beinahe auch ein opfer von so einem herren geworden. Eine einladung nach sri lanka oder auf die malediven habe ich bekommen bzw. wo immer ich auch hin moechte hat er gemeint. NEIN DANKE! Am ende wollte er mir noch geld geben – fuer eine unterhaltung. Er wuesste eh nicht wohin damit. Jaja, finanzmanager einer oelfirma muesste man sein.

Mit einer aktion habe ich letzte woche den vogel abgeschossen. Habe mir eingebildet, dass ich einmal ins kloster muss um mich im meditieren zu versuchen. Naja… war eher ein griff ins klo. Ich wusste nicht, dass es der heiligste tag (buddhas geburt) im jahr war. Tausende leute kamen ins kloster und ich in meinem nonnenoutfit hatte keinen tau. Saubloede situation. Ich hatte ja keine ahnung, was man von mir erwartete. Es hat mir auch keiner gesagt wohin mit mir. Am ende habe ich also fotos gemacht. Das gute war, dass ich bei einer extrem schoenen zeremonie dabei sein durfte. Am naechsten tag wars aber schon um 4:00 zum aufstehen, beten, meditieren, hof kehren,… einmal und nie wieder :)

Ich freue mich aber jetzt auf jeden fall auf die zwei wochen englisch unterrichten im sueden (und aufs meer). Bin schon gespannt, was mich dort erwartet.

Ganz liebe gruesse

lisi

Akha life – mehr Bilder

Mai 23, 2010

Akha life

Mai 23, 2010

zwei wochen durfte ich jetzt mit akha-leuten (dem groessten stamm in den bergen von laos, thailand, burma und china) verbringen.

Ich bin mir noch immer nicht sicher, ob es ein work(out)camp oder eher ein survivaltraining war. Eines ist aber sicher: es war unglaublich und ich glaube nicht, dass ich das erlebte in die richtigen worte fassen kann.

In den zwei wochen waren wir in zwei verschiedenen doerfern. Das erste dorf war so ziemlich ohne wasser, das zweite ohne strom. Zum ersten mal habe ich erlebt wie es ist, wenn man zum wasserhahn geht und nichts rauskommt. Die frau der familie, bei der wir lebten, war am verzweifeln. Aber nicht nur sie, wir auch. Nachdem es extrem heiss war in den bergen wollten wir auch irgendwie duschen. Gar nicht so einfach. Duschen heisst: 1 km den berg runter zum wasser, einen kleinen wasserstrahl mit dem ganzen dorf teilen und dann gemeinsam duschen. Zuerst wird man von moskitos zerbissen, weil man lange ansteht (manche waschen waesche, holen trinkwasser, etc.) und dann duscht man umstaendlichst in einer art umhang. Kaum ist man wieder im dorf moechte man wieder umdrehen, weil man erneut verschwitzt ist. Phu, umstaendlich.

Im ersten dorf hatten wir das “glueck”, dass jemand verstorben war. Es duerfte ein wohlhabender mann gewesen sein, weil drei tage lang gefeiert, zelebriert, geschlachtet, gegessen und getrunken wurde. arbeiten war zu dieser zeit verboten – fuer uns natuerlich auch :) 30 huehner, 25 schweine, eine kuh und ein bueffel wurden geopfert. Der bueffel war die kroenung des ganzen – und sie musste traechtig sein. Nachdem das tote tier von den geistlichen angebetet wurde, wurde es speziell geoeffnet. Es war nicht unbedingt ein schoener anblick aber so ist das leben dort. Anhand eines stueckes der oberlippe, dem herzen und einem teil der lunge wurde dann die zukunft vorausgesagt. Das begraebnis selber war auch ein riesiges spektakel. Der sarg wurde auf den berg getragen, wo man den leichnam begraben wollte. Als sie aber den sarg hinunterlassen wollten, haben sie bemerkt, dass die grube zu klein war. Ein armer kerl musste runter und das loch vergroessern. In der naehe wurde dann noch die kleidung des verstorbenen verbrannt, das grab wurde am ende mit dingen belegt, die derjenige im leben gern hatte. Viele leute kamen zum “friedhof” weil sie sonst keine moeglichkeit haben, ihre angehoerigen zu besuchen. Zum grab darf man naemlich nur, wenn jemand gestorben ist. Und so durften wir mitansehen, wie die leute ihre graeber mit flipflops von blaettern und anderem zeug befreit haben. Viele bringen auch cola, zigaretten, etc. zum grab als gabe fuer die angehoerigen.

In einer kette, hand in hand, und ohne sich umzudrehen mussten wir dann den friedhof verlassen. Im dorf stand dann eine schuessel mit wasser, tee und ingwer bereit, in der man sich die haende waschen musste, um sich von den boesen geistern und seelen zu befreien, die hier waren.

Am zweiten tag der feierlichkeiten haben wir das schraegste ueberhaupt erlebt. Der staerkste junggeselle aus dem dorf wurde bemalt, dekoriert und mit einer art holzgestell in form eines riesigen penisses ausgeruestet. Die ganze nacht war er unterwegs auf der suche nach frauen. In jedem haus gabs akha water (schnaps) fuer ihn bis sein geist seinen koerper verlassen hatte und eine fremde macht ueber ihn herrschte. Er war auch des oefteren in unserem camp und wollte ueber eine herfallen. Alle, die ihn beruehrten sollten im naechsten jahr schwanger sein. Ich hielt mich also fern :)

nach drei tagen aufregung haben wir dann endlich gearbeitet. Einen vormittag haben wir beim bau einer huette geholfen, den nachmittag mussten wir uns in akhastickereien versuchen. Am naechsten tag bauten wir ein klo fuer einen dorfbewohner. Dafuer mussten wir vorher mit der machete in den dschungel holz besorgen. Und wieder einmal konnte ich von der baustellenerfahrung zu hause profitieren :) danke :)

die zweite woche verging auch ganz schnell, obwohl es ein paar ausfaelle gab (wegen der hitze und den unruhen in bangkok) anfangs waren wir zu sechst, dann nur mehr zu dritt.

Im zweiten dorf waren wir meistens auf der baustelle. Zuerst steine aus dem fluss geholt, dann sand und kies. Gar nicht so einfach, wenn man sich das baumaterial nicht einfach liefern lassen kann. :)

zufaellig waren wir bei der reisernte dabei. Auch dort haben wir mitgeholfen (jedoch mehr schlecht als recht :) ) im endeffekt haben wir in der zweiten woche in klo gegraben und beim hausbau geholfen. Ich habe eine steinmauer gemauert. Ob sie die naechste regenzeit uebersteht kann ich nicht versprechen aber ich hab einfach ganz viel moertel verwendet. Wird schon halten :) (fuer insider: da moahofa ludwig haett moani koa freid ghod mit mia :D )

donnerstag und freitag haben wir im dschungel verbracht auf der suche nach essen und wasser. Mit macheten und einem gewehr waren wir unterwegs. Zuerst mussten wir bambus faellen, anschliessend becher, chopsticks, teller und toepfe herstellen. Schiessen durften wir auch aber mehr als einen baum hab ich nicht getroffen. Die “maenner” jedoch haben ein wildes huhn und zwei eichhoernchen geschossen (in ragoutform gar nicht so schlecht). Wir hingegen haben reis in bambusroehren gekocht und blaetter gepflueckt, wie sich das eben gehoert :) ausser wildern, ein wenig herumballern und durch den dschungel latschen haben wir nicht sehr gemacht. Die maenner hatten ihre freude dabei, wir haben es nicht so sehr genossen, dieses outdooradventure. Aber gut, dass wir es einmal erleben durften. Die kocherei in bambus und blaettern fand ich auf jeden fall besonders faszinierend.

Gestern abend haben die drei dorfaeltesten noch eine abschiedszeremonie mit uns durchgefuehrt und unsere geister zurueckgeholt fuer unsere reise. Dabei haben sie uns baender ums armgelenk gebunden waehrend wir huehnerfleisch, ei, schnaps und tee konsumieren mussten. Heute gabs noch einmal eine zeremonie wegen der reisernte.

Phu, alles in allem zwei unglaubliche wochen. Es wird wohl noch ein wenig dauern bis ich das begriffen habe (wenn ueberhaupt). Aber ich bin froh, das alles miterleben zu duerfen wenngleich es auch manchmal recht muehsam ist.

Anyway… schicke euch ganz liebe gruesse aus nordthailand

lisi

Halbzeit

Mai 9, 2010

Wahnsinn, ueber zwei monate sind schon vergangen und somit habe ich auch schon halbzeit hier in asien. Und nachdem noch zwei workcamps vor mir liegen, wird die zeit wie im flug vergehen.

Eine woche bin ich nun in Thailand und ich kann nun verstehen, warum so viele leute hier herkommen. Thais, bzw. die, die ich kennen gelernt habe, sind extrem freundliche leute und vor allem haben sie wirklich meist ein laecheln uebrig, wenn man vorbeigeht. Um ein paar beispiele zu liefern, wie freundlich sie wirklich sind: ein polizist hat mir neulich auf der kreuzung sein mittagessen angeboten, eine frau hat mir ein paar bananen fuer die zugfahrt mitgegeben (bei der ein typ neben mir lack geschnueffelt hat!), eine massage bekam ich auch schon im vorbeigehen, ein verkaeufer hat mir einen teddybaeren geschenkt (aeh?), ein busboy hat einen wegfahrenden bus fuer mich aufgehalten, etc. jaja, sie meinen es wirklich gut mit mir. Oft hoere ich “falang” was auslaender oder fremde bedeutet. Das wort stammt aus der kolonialzeit und hat urspruenglich den franzosen gegolten. Jetzt weiss ich aber, dass es meist um mich geht (weil ja sonst keine falangs da sind).

Die thais sind recht offene leute. Wenn ich mit dem rucksack vorbeigehe versuchen sie, mir irgendwie zu helfen. Wohl aus mitleid :) sie versuchen zumindest ein paar worte auf englisch herauszubringen. Oft sind solche gespraeche sehr ermuedend und muehsam. Aber wenn sie sich schon so bemuehen, nehme ich mir natuerlich auch zeit. Das bedeutet aber, dass ich das schlechteste englisch auspacken muss, damit die verstaendigung funktioniert.

Eigentlich habe ich gedacht, dass es eine ruhige woche wird. Nix da :) kein abend verging, an dem ich nicht zufaellig mit irgendwelchen thais bier oder/und whisky trinken musste :) war lustig. Ausserdem habe ich den songwriter von george michael kennen gelernt. Im gegensatz zu Vietnam und laos ist Thailand sehr, sehr westlich. Supermaerkte – ein luxus, den ich nicht mehr gewohnt war.

Die proteste in Bangkok haben leider noch kein ende genommen. Heute habe ich in der zeitung gelesen, dass zwei polizisten gestern nacht ums leben kamen. Ich war heute in Bangkok, gott sei dank aber nur ausserhalb und am flughafen. Hat sich leider nicht vermeiden lassen. Der flughafen wird vom heer und von polizisten bewacht um eine besetzung (wie es vor jahren schon einmal der fall war) zu verhindern. Angenehm war das durchfahren aber nicht.

Neulich kam ich nachts zu einer uebertragung von propagandavideos der roten. ich hatte zwar nichts gelbes an, hab aber trotzdem geschaut, dass ich mich nicht zu lange dort aufgehalten habe.

Auch in Thailand war der 1. mai ein feiertag. Da es aber heuer ein Samstag war, waren am Montag darauf alle banken und aemter geschlossen. Das hat mich wirklich amuesiert :) waer ja schlimm, wenn man um einen freien tag sterben wuerde. Auf jeden fall war ich dann eben am Dienstag auf der bank. Und dort habe ich einen neuen job entdeckt. Ein paar jungs haben mit wartenummern gedealt. Keine ahnung, was sie dafuer verlangt haben. Aber gar nicht so dumm.

Am weg nach Bangkok habe ich bei einem nationalpark halt gemacht. Der nationalpark, in dem ein teil von “the beach” gedreht wurde (khao yai). Ausserdem haben wir dort wilde elefanten, affen, schlangen und so manch anderes getier entdeckt.

Morgen geht dann mein zweites workcamp los. werde zwei wochen im norden von Thailand mit einem bergvolk verbringen. Was mich dort genau erwartet kann ich noch nicht sagen. Aber mehr dazu dann in zwei wochen…

Ganz liebe gruesse

lisi

THE LOOP

Mai 6, 2010

Tha Khek – Mahaxay – Lak Sao – Na Hin – Tha Khek

2 maedls, 5 tage am moped, 450 km, davon 80 km offroad und teilweise im dunkeln, ein platten, ein kleiner unfall und eine unbeschreiblich schoene landschaft. GREAT!!


Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.